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Herzensblume von Kaisern und Königen

Löwenfüßchen, Katzedäpli, Jagerbloama, Alpenstern, Wollblume, Silber- oder Gletscherstern – das Edelweiß hat etliche schmückende Bezeichnungen bekommen. Und alle wohl zu Recht.

Viele Mythen und Geschichten ranken sich um die Schöne der Alpen, deren Faszination bis heute anhält. Fast jeder kennt sie, doch wirklich etwas über sie wissen tun die wenigsten.

Auch Heimatrebell greift einfach gerne zum Edelweißmotiv, wie man an der großen Auswahl an Hundehalsbändern, Leinen Gürteln, Armbänder und auch Schlüsselanhängern sieht.

Aus diesem Grund haben wir die aus unserer Sicht interessantesten Informationen über diese wunderschöne Verzierung für euch zusammengefasst.

Ursprung und Name

Gleich zu Beginn müssen wir tatsächlich mit einem Irrtum aufräumen. Das Edelweiß, von dem es übrigens 58 Arten gibt, ist keine einheimische Pflanze. Tatsächlich stammt das Edelweiß aus den heißen Steppen Zentralasiens, von wo es sich bis nach Mitteleuropa ausgebreitet hat.

Der botanische Gattungsname lautet Leontopodium alpinum. „Leontopodium“ ist aus zwei griechischen Wörtern zusammengesetzt. Leon steht für Löwe und podion für Füßchen, also das Löwenfüßchen. Mit etwas Phantasie – so finden wir – lässt sich in den wolligen, gelblich weichen Hochblättern ein Raubtierfuß erkennen.

Aber auch viele andere Länder und Regionen gaben der Pflanze eigene Bezeichnungen:

Schweiz: Wollblume, Katzedäpli, Strohblume (bezieht sich vermutlich auf die lange Haltbarkeit eines getrockneten Edelweiß)

Italien: Stella alpina (Alpenstern)

Frankreich: Cotonnière des Alpes (Baumwollblume – verweist auf die haarige Beschaffenheit der Deckblätter), Immortelle des Alpes (Die Unsterbliche der Alpen)

Salzburgisch: Jagerbloama (Die Blume wurde hauptsächlich von (Gems-) Jägern ins Tal gebracht.)

Allgäu: Hanetabbe (mit Assoziation zum Hahnenfuss)

Es gab Zeiten in denen das Edelweiß auch als Medizin gegen Bauschmerzen und Magenprobleme verwendet wurde. In diesem Zusammenhang ist vom „Bauchwehblüml“ zu lesen.

Die Bezeichnung „Edelweiß“ hingegen sucht man in alten Schriften und Sagen vergebens. Sie findet sich erstmals schriftlich im Jahr 1785. Es ist kein Zufall, dass der Namen „Edelweiß“ mit der Entstehung des Alpinismus im 19. Jahrhundert einhergeht. Denn man muss wissen, dass die heutige Begeisterung für die Alpen keineswegs schon immer vorhanden gewesen war. Ganz im Gegenteil. Früher galten die Alpen als gefährlich und verteufelt. Erst durch die naturwissenschaftliche Erforschung des Alpenraums, der aufkommenden Naturbegeisterung und der damit einhergehenden Romantisierung der Alpen, haben diese ihren Schrecken verloren.

Es entstanden Alpenvereine, die den eigentlichen Kult um das Edelweiß pflegten und die Blume auch heute noch im Logo verwenden.

Die Farbe, das edle Weiß, verdankt es im übrigem seinen kleinen Häärchen, die zur Isolierung gegen die rauen Bedingungen der Berge dient. Wird das Edelweiß im Tiefland kultiviert, braucht es diesen Schutz nicht mehr und wird wieder etwas grüner.

Brauchtum und Symbolik

Die „Königin der Alpenblumen“ ist als Botschafterin für Tourismus und Folklore nicht mehr wegzudenken. Wegen seiner Seltenheit wurde das Edelweiß schnell zum romantischen Symbol in Gedichten und Erzählungen. Das Edelweiß, so sein Mythos, wächst nur an steilen Wänden, am Rande des ewigen Schnees. Die Vorstellung ihrer Unerreichbarkeit beeinflusst noch heute die Wahrnehmung dieser Pflanze.

Romantische Bilder geistern durch die Geschichten und so wildromantisch die Legende vom Burschen auch klingen mag, der seiner Liebsten unter Einsatz seines Lebens ein Edelweiß in schwindelerregender Höhe pflücken wollte, vorgekommen ist dies selten. Doch durch solche Legenden wurde das Edelweiß zum Symbol von Höhenkult, Männlichkeit und Mut – den alpinistischen Idealen. Diese Symbolik geht einher mit dem immer beliebter werdenden Alpinismus und die von den Gipfelstürmern hochgehaltenen Tugenden wie Tapferkeit und Mut. Dies und die Vorstellungsbilder der unberührten Natur in den Bergen wurden auf das Edelweiß  übertragen.

So gilt es in Ländern wie Österreich und Schweiz als inoffizielle Nationalblume und wird in patriotischen Liedern besungen. Die Edelweiß-Blume war in Herrscherhäusern beliebt. So erklärten Kaiser Franz Joseph von Österreich und seine Gemahlin Sissi sowie der Bayern-König Ludwig II. das Edelweiß zu ihrer Herzensblume.

Seit dem frühen 20. Jahrhundert prangte das Edelweiß auch als militärisches Truppenkörperabzeichen auf Uniformen diverser Gebirgsformationen. Die 1907 gegründeten österreichischen Hochgebirgstruppen trugen das Edelweiß als Distinktionszeichen an der Mütze und am Kragen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fand das Edelweiß noch Verwendung als politisches Symbol.

Souvenir – Erinnerungsstück an die Alpen

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Sammeln von getrocknetem Edelweiß zu einer Art Trend. Edelweißgestecke, -Schnitzereien, mit Edelweiß bestickte Taschentücher und vieles mehr wurden verkauft.

Das Edelweiß begegnete einem an allen Ecken und Enden und verankerte sich so in den Köpfen der Menschen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich zunehmend auch die Werbemacher diesem Motiv bedienten. Sie verlieh den Produkten den Schein des Natürlichen, Gesunden und Authentischen.

Erste Schutzmaßnahmen wurden aus diesem Grund bereits im 19 Jahrhundert ergriffen. Das Ausstechen von Edelweiß mit Wurzel wurde unter Androhung von Strafe verboten. Auch heute steht das Edelweiß noch auf der Roten Liste.

 

Fazit

Auch wenn viele Mythen und Legenden erfunden sein mögen, eine Blume, welche die Phantasie von Millionen beflügelt, wird hoffentlich nie an Faszination verlieren. Dafür sorgen auch wissenschaftliche Forschungen, die im Edelweiß möglicherweise sogar den Schlüssel zum Gedächtnis gefunden haben wollen.

Und für alle, die nun Lust bekommen haben, die Unsterbliche der Alpen als Schmuckstück zu erwerben, haben wir tolle Vorschläge. Mal ein paar Beispiele:

Wir fertigen in unserer Manufaktur von Hand, daher sind den Gestaltungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr euer Armband, euren Gürtel, euer Hundehalsband, euren Schlüsselanhänger und und und also gerne in einer anderen Lederfarbe, mit anderen Applikationen oder in anderer Form und Größe haben wollt, könnt ihr dies über unseren Farbkonfigurator tun. Viel Spaß dabei!

Euer Heimatrebell-Team

 

Online-Quellen:

www.frankenpost.de/dossiers/art401126,2475360

www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Korbbluetler/edelweiss.htm

www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2015/01/09/edelweiss-ein-mythos-mit-nutzwert.aspx

www.isek.uzh.ch/aboutus/team/scheidegger/MythosEdelweiss.pdf

www.uni-salzburg.at/